FAQ – Häufig gestellte Fragen
Ein Reinraum ist ein hermetisch abgetrennter Bereich, an den besondere Anforderungen in Bezug auf die Partikelkonzentration bzw. die Anzahl luftgetragener Teilchen gestellt werden. Je nach Anwendungsbereich werden darüber hinaus weitere Parameter, wie z.B. die Anzahl der Mikroorganismen, Temperatur, Luftdruck ö.Ä. kontrolliert.
Unter hochreinen Produktionsbedingungen im Reinraum gefertigte Produkte erfordern eine Verpackungslösung zur Aufrechterhaltung der Reinheit bzw. zur Verwendung im Reinraum. Die Verpackung erfüllt in diesem Zusammenhang unterschiedliche Anforderungen. Einerseits schützt hochreines Verpackungsmaterial das Packgut und verhindert die Gefährdung des Verpackungsinhalts durch schädigende Einflüsse, wie z.B. Partikelkontamination, Keimbelastung u.s.w. Andererseits verhindert reinraumgerechtes Verpackungsmaterial, dass Verunreinigungen in sensible Produktionsbereiche gelangen.
Die Herstellung eines Produkts einschließlich seiner Verpackung unter Reinraumbedingungen führt nicht zu einem sterilen Zustand. Das Produkt einschließlich seiner Verpackung muss nach der Herstellung sterilisiert werden. Durch verschiedene Sterilisationsverfahren (Dampfsterilisation, Gassterilisation oder Strahlensterilisation) können Mikroorganismen, die sich auf der Oberfläche des Packguts und der Verpackung befinden, inaktiviert werden. Die Verpackung dient dazu, den sterilen Zustand nach der Sterilisation für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.
Alle Polyethylenfolien sind verschweissbar bzw. versiegelbar. Verbundmaterialen sind zumeist mit Polyethylen beschichtet, sodass auch diese durch ein Wärmeimpulsschweissverfahren verschlossen werden können.
Purepack fertigt entsprechend der spezifischen Anforderungen kundenindividuelle Verpackungsfolien!
Elektrostatische Entladung (engl. electrostatic discharge, kurz ESD) ist eine Aufladung, die durch Reibungselektrizität entsteht. Elektrostatische Entladungen, die einen Stromimpuls bzw. einen elektrischen Überschlag erzeugen, können bei sensitiven Produkten Schäden verursachen. Durch antistatische Verpackungssysteme kann Reibungselektrizität verhindert werden.
Elektromagnetische Beeinflussungen (engl. electromagnetic interference, kurz EMI) oder auch Radiofrequenzstörungen (engl. radio frequency interference, kurz RFI) bezeichnen durch magnetische und elektrische Felder verursachte Störungen, die zu einer Beeinträchtigung der Funktionalität von sensitiven Geräten oder Bauteilen führen. Die Quelle für eine solche Störung kann von einem beliebigen Emmitent mit elektromagnetischen Aktivitäten ausgehen, wie z. B. Motorkollektoren, Sendemasten, Displays ö. Ä. Durch abschirmende Verpackungssysteme können solche Störfrequenzen verhindert werden.
Polyethylen niedriger Dichte (engl. low density polyethylene, kurz LDPE) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der hauptsächlich zur Herstellung von Folien verwendet wird. LDPE ist flexibel, reißfest und in hohem Maße beständig gegen chemische Einflüsse. Es ist wasserfest und feuchtigkeitsabweisend, hat gute optische Eigenschaften, ist geruchs- und geschmacksneutral und verfügt über gute Schrumpfeigenschaften. LDPE-Verpackungsfolien gelten auf Grund vielfältiger Verwendungsmöglichkeiten, einfacher Verarbeitbarkeit und hervorragender Siegeleigenschaften als flexibles und preisgünstiges Verpackungsmaterial.
Der Recycling-Code (kurz RECY-Code) dient der eindeutigen Kennzeichnung verwendeter Rohstoffe eines Produkts und ermöglicht damit eine optimale Rückführung von Wertstoffen in den Wiederverwertungskreislauf. Durch die Kennzeichnung wird die sortenreine Trennung von Abfällen erleichtert. Der RECY-Code setzt sich zusammen aus dem Recycling-Symbol, einer Materialnummer der Verpackungsverordnung (VerpackV) und dem genormten Kürzel für die Werkstoffgruppe. Der RECY-Code soll den Verbraucher dazu auffordern Wertstoffe der Wiederverwertung zuzuführen.

Die dynamische Temperatursteuerung (kurz DTS) ermöglicht bereits nach kurzer Aufheizzeit eine konstante Temperatur. Dadurch verkürzen sich die Schweißzeiten und der Verschleiß an Heizbändern und Teflonisierungen verringert sich.
Die grundlegende Anforderung an Verpackungssysteme für Medizinprodukte ist die Aufrechterhaltung der Sterilität bis zur Verwendung durch den Anwender. Die Norm DIN EN ISO 11607 definiert dahingehend Anforderungen an Materialien und an die Siegelung von Sterilbarrieresystemen bzw. Verpackungssystemen (Teil 1) sowie zur Validierung von Verpackungsprozessen (Teil 2).
Siehe Durchlaufsiegelgerät HM-DC
Primäres Ziel der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung e.V. (DGSV) ist die Schaffung eines einheitlich hohen Qualitätsstandards für den gesamten Kreislauf der Sterilgutversorgung.
Siehe Durchlaufsiegelgerät HM-DC
